Kurzbiographie

Karl Mostböck wurde am 12. April 1921 in Grein an der Donau geboren. Mostböck war im Wesentlichen Autodidakt. Lediglich bei Prof. Gerhardinger an der Münchner Kunstakademie sowie bei dem englischen Gebirgsmaler Harrison Compton erhielt er Anregungen und Schulung für seine künstlerische Tätigkeit. 1946 tritt Mostböck der Berufsvereinigung der Oberösterreichischen Künstler bei.

1949 Übersiedlung nach Steyr und Beginn einer Tätigkeit im technischen Schrifttum der Steyr-Werke als technischer  Grafiker. Ab 1954 Teilnahme am österreichischen Grafikwettbewerb und Aufnahme für die Ausstellung gemeinsam mit Künstlern wie Alfred Kubin, Kurt Moldovan, Kurt Absolon, Alfred Hrdlicka, Hans Fronius, Adolf Frohner.

1955 erste Reise nach Paris. Prägende Begegnungen durch Werke von Jean Dubuffet, Jean Fautrier und von Francois Desnoyer . Dieser maßgebliche Einfluss der „Ecole de Paris“, speziell der Werke von Alfred Manessier erweckte in Mostböck eine große Begeisterung für die Kunst des Informel. Mitte der 1960iger Jahre Hinwendung zur asiatischen Kunst und Philosophie.

1968 Teilnahme an einer Ausstellung mit japanischen und chinesischen Künstlern in Dubrovnik. In der Folge eine rege internationale Ausstellungstätigkeit unter anderem mit der Teilnahme an der Art Basel und Art Washington. Beschäftigung mit Art Brut und Versuch einer Synthese der asiatischen Kaligraphie mit dem europäischen Informel. In den 1990er Jahren Rückkehr zu einer reduktionistisch-skriptualen Formensprache.

2008 wurde Mostböck eine besondere Anerkennung seiner Kunst zuteil durch die Teilnahme an einer Präsentation mit seinen ehemaligen Vorbildern: Jean Fautrier, Emil Schuhmacher, Henri Michaux, Cy Twombly und Mark Tobey in der Ausstellung „Vom Aufruhr zur Struktur – Schriftwerte im Informel“, das deutsche und französischen Informel aus dem Bestand des Gustav-Lübcke-Museums in Hamm.

Karl Mostböck war auch ein hervorragender Akkordeonspieler, wobei seine große Leidenschaft dem Jazz gehörte. Er wurde mit dem Titel „Professor“ und dem „Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst“ ausgezeichnet, war Ehrenbürger seiner Geburtsstadt Grein und seiner Heimatstadt Steyr wo er am 19. Oktober 2013 starb.