1921 – 1940

Am 12. April wurde Karl Mostböck in Grein an der Donau als einziges Kind seiner Eltern Carl Arthur und Maria Mostböck geboren. In der Jugendzeit entwickelte er ein außerordentliches Talent für das Zeichnen. Constantin Grössinger, Gutsverwalter auf der Burg Grein, hervorragender Tiermaler und sein Zeichenlehrer Georg Werthgarner waren diejenigen, die das vielfältige Talent des Schülers erkannten und förderten.

Eine Kindheit in Grein

Karl Mostböck kam am 12. April 1921 in Grein an der Donau als einziges Kind seiner Eltern Carl Arthur und Maria Mostböck zur Welt. Schon einen Tag später, am 13. April wurde er in der Pfarrkirche Grein getauft. „Ich bin in einer sehr behüteten Familie aufgezogen worden“, bemerkte Mostböck rückwirkend.

Mostböck-Archiv

Zunächst verbrachte Karl die Kindergartenzeit im Kloster von Grein. Anschließend besuchte er die Volksschule seiner Heimatstadt. In der Hauptschulzeit entwickelte er ein außerordentliches Zeichentalent, das der Gutsverwalter auf Schloss Grein, Constantin Grössinger, zu fördern verstand. Grössinger selbst war ein anerkannter Tiermaler, der vor seiner Zeit in Diensten des Hauses Sachsen – Coburg und Gotha in Oberösterreich Oberförster im Kaukasus war. Er sprach oft in seinen Kindheitserinnerungen, dass er von diesem gütigen Menschen die Grundlagen der Zufriedenheit und Bescheidenheit erfahren hatte. „Von diesem großherzigen Menschen hatte ich einen großen Respekt und große Verehrung. Seine Zuwendung war fast väterlich, vor allem hat er mir gute Tipps beim Zeichnen vor der Natur gegeben“, ich war ihm immer sehr dankbar dafür“. Ein weiterer Glücksfall für den Schüler war 1935 der Eintritt seines Zeichenlehrers Georg Werthgarner in die Hauptschule Grein. Auch er förderte ihn und nahm ihn mit zu Ausflügen in die Wachau, um gemeinsam zeichnerisch die Natur zu studieren.

In diesen Jahren festigten sich für Karl Mostböck jene Freundschaften, die sein Interesse an Zeichnung und Malerei vertieften. Im Haus seines Schulfreundes Herbert Frank, dem Sohn des Notars in Grein, lernte er Bilder regionaler Meister kennen, besonders jene von Fritz Lach, der die Wachau zu seinem bevorzugten Sujet gewählt hatte. Mostböck lieh sich diese Bilder aus und kopierte sie. An den Besuch einer Akademie war damals nicht zu denken. Der junge Mostböck war auf sich allein gestellt, unterstützt von jenen kunstsinnigen Menschen, die seine Ambitionen honorierten und begleiteten. Sein Weg begann zwangsläufig autodidaktisch, ohne Hintergrund einer Meisterklasse und ohne ein städtisches Bildungsangebot. Der Künstlerberuf stand nicht zur Wahl. Stattdessen absolvierte Karl Mostböck eine kaufmännische Ausbildung bei einem Großhändler in Perg, die er mit bestem Erfolg abschließen konnte.

Durch Kopieren von kleinen Details, die er aus Kunstpostkarten mit einer Schere herausschnitt, (wobei noch einige Karten erhalten sind), entwickelte er eine feine Technik für Farben und Zeichnung. In dieser Zeit entstehen unzählige Zeichnungen und Aquarelle aus Grein und dem Strudengau.